Contentmanagement

Nun ja - nach unseren technischen Anforderungen an kommkonzept.de wäre es sicher nicht vordringlich gewesen, die Site auf ein Content-Management-System umzustellen. Wer den sauberen Umgang mit (X)HTML beherrscht, erstellt und pflegt kleinere Projekte "zu Fuß" noch allemal schneller als mit einem ausgewachsenen CMS.

Aber genau da sind die Knackpunkte auch schon angesprochen: Eine einigermaßen informative und aktuelle Website gehört heute zur Grundausstattung auch kleiner Betriebe und Organisation - HTML-Kompetenz nicht unbedingt. Also fängt man an zu basteln - oder man wünscht sich ein CMS, mit dem man wenigstens die aktuellen Inhalte selbst "ins Netz stellen" kann.

Außerdem haben moderne Webauftritte, selbst wenn sie mit einem Dutzend Seiten anfangen, die Tendenz, schnell in den dreistelligen Bereich zu wachsen. Dann möchte man Sonderfunktionen: Eine Suche, ein interaktives Formular, eine Diashow - und schon stößt die traditionelle Handarbeit an Grenzen, die auf wirtschaftliche Weise kaum zu überwinden sind. Mit den meisten CMS des aktuellen Angebots allerdings auch nicht, insbesondere dann nicht, wenn Anforderungen wie Standardkonformität und hohe Zugänglichkei dazukommen.

Logo von JoomlaDa trifft es sich gut, daß mit Joomla 1.5 jetzt ein CMS verfügbar wird, das die wesentlichen Anforderungen kleiner und mittlerer Organisationen abdeckt und zusätzlich bereits "im Lieferzustand" ermöglicht, standardkonforme und weitgehend barrierefreie Auftritte zu produzieren. Das "im Lieferzustand" ist extrem wichtig. Gute Dienstleister haben inzwischen Wege gefunden, fast alle CMS - auch die ganz großen, die von Haus aus hier oft sehr wenig mitbringen - auf "Standardnah" und "Barrierearm" zu trimmen. Allerdings ist dieses Trimmvergnügen mit beträchtlichem Aufwand verbunden, das macht die Projekte teuer.

Joomla bringt die Grundvoraussetzungen bereits fix und fertig mit. Das System ist dadurch aber nicht nur recht preiswert einzusetzen. Es erscheint auch flexibel genug, selbst Layouts zu verwirklichen, die deutlich mehr Individualität zeigen, als mit den allgegenwärtigen Blog-Schemata möglich ist. Das bestehende Layout von KommKonzept ließ sich buchstäblich 1 zu 1 in Joomla realisieren, und auch alle anderen bisherigen Umsetzungen brachten keine nennenswerten Probleme. Vor allem aber wird dadurch die Möglichkeit geschaffen, Präsentation und Navigation auf Anwenderfreundlichkeit zu optimieren.

Allerdings hat Joomla auch seine Schwachstellen, eine davon betrifft die Benutzerverwaltung, die derzeit keine sehr differenzierte Rechtevergabe erlaubt. Für komplexe Organisationen mit zahlreichen Redakteuren werden wir Joomla daher nicht empfehlen. Aber KommKonzept ist keine komplexe Organisation, also versuchen wir es mit Joomla. Es selbst einzusetzen ist sicher das beste Mittel, unseren Kunden zu zeigen, daß sie diesem CMS trauen können.

Und vielleicht führt ja auch die zusätzliche Funktionalität, die wir im Bereich "News + Infos" einsetzen, dazu, daß wir auch auf kommkonzept.de mehr und aktuellere Inhalte einstellen als bisher. Handgeschmiedetes HTML ist ja eine schöne Sache, aber manchmal würde man am Feierabend doch lieber etwas anderes machen.