Accessibility

Unzugängliche Abgeordnete

Dienstag, 07. April 2009

Bundesadler aus dem PlenarsaalIn der ersten Aprilwoche haben wir eine Stichprobe von Webseiten von Bundestagsabgeordneten auf ihre Zugänglichkeit betrachtet - das Ergebnis war nicht besonders erfreulich. Den automatischen Check nach "Cynthia Says" bestand keine davon. Aber immerhin: 4 hatten nur praktisch irrelevante Mängel ("until user agents..."), und insgesamt 10 konnten wir nach näherer Betrachtung als "praktisch weitgehend zugänglich" einstufen. Zwei oder drei Kandidaten zeigten allerdings ein so uneinheitliches Bild, daß wir uns mit der ohnehin schon sehr weichen Einstufung "praktisch zugänglich/unzugänglich" schwer taten. Den Vorgaben entsprachen sie ganz und gar nicht, aber gewitzte Anwender von Hilfsmitteln können ihnen wohl den größeren Teil des Contents abgewinnen.

Alles in allem mußten wir knapp 80 Prozent unserer Stichprobe als weitgehend bis ganz unzugänglich einstufen - ein schwaches Bild sieben Jahre nach Verabschieden des Behinderten-Gleichstellungsgesetzes mit der Verordnung zur Barrierefreien Informationstechnik durch die Abgeordneten eben dieses Bundestages.

Einzelheiten zu den Abgeordnetenseiten

 

Von wegen bürgernah!

Mittwoch, 12. November 2008

StraßenabsperrungKürzlich hatten wir Gelegenheit, einen deutschlandweit verteilten Kreis von etwa 30 Kommunen daraufhin zu betrachten, wie entgegenkommend sich ihre Webseiten den behinderten Mitbürgern präsentieren, denen in den Sonntagsreden von Bürgermeistern und Gemeinderäten doch immer die allergrößte Sorge gilt. Das Ergebnis war, um es in einem Wort zusammenzufassen, niederschmetternd.

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Zugänglich für mobil

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Bildschirmfoto Handys ohne Internetzugang sind kaum noch verkäuflich. Die Nutzung der Internet-Fähigkeit stößt jedoch gleich auf zwei Seiten an Grenzen: Die meisten Webseiten sind ohne Rücksicht auf die besonderen Anforderungen des Minibildschirms konzipiert - das kann zu unerwünschten Effekten führen. Außerdem streiten auf der Darstellungsseite zwei Konzepte um die Durchsetzung: Soll das Original-Layout die Ausgangsbasis bilden, die dann durch Teilvergrößerung und viel Scrollen handhabbar gemacht wird - oder passt man die Originalseiten dem Kleinformat an?

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Das Elend mit den PDFs

Montag, 28. April 2008

In den vergangenen Jahren haben viele Anbieter von Webseiten damit begonnen, auf die Zugänglichkeit ihrer Seiten zu achten - und viele Dienstleister haben gelernt, die entsprechenden Anforderungen umzusetzen. Doch nun mach sich insbesondere auf Behördenseiten eine neue Bedrohung der Zugänglichkeit breit: Immer öfter werden Dokumente als PDF "ins Netz gestellt", so wie sie aus dem Posteingang flattern. Zugänglichkeit: Null.

Dagegen kann man etwas tun.

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