Zugänglich für mobil
Mittwoch, 29. Oktober 2008
Handys ohne Internetzugang sind kaum noch verkäuflich. Die Nutzung der Internet-Fähigkeit stößt jedoch gleich auf zwei Seiten an Grenzen: Die meisten Webseiten sind ohne Rücksicht auf die besonderen Anforderungen des Minibildschirms konzipiert - das kann zu unerwünschten Effekten führen. Außerdem streiten auf der Darstellungsseite zwei Konzepte um die Durchsetzung: Soll das Original-Layout die Ausgangsbasis bilden, die dann durch Teilvergrößerung und viel Scrollen handhabbar gemacht wird - oder passt man die Originalseiten dem Kleinformat an?
Microsoft neigt der ersten Möglichkeit zu; Opera hat sich für den zweiten Weg entschieden, und das schöne ist: Auch im ganz normalen Opera-Browser auf dem großen Bildschirm kann man sich anschauen, wie beliebige Webseiten auf dem von Opera ausgestatteten Handy aussehen. Wer einen Opera auf dem System hat, findet unter dem Menupunkt "Ansicht" die Option "Klein-Bildschirm" - sie macht den 21-Zöller im Handumdrehen zum Handy.
Wir waren beeindruckt, wieviel der "Kleine Bildschirm" auch Webseiten abgewinnen konnte, die ohne besondere Rücksicht auf Standardkonformität und Accessibility gebaut worden waren. Wenn man da beim Entwurf noch ein wenig mehr auf die besonderen Anforderungen der Usability im Kleinformat achten würde, blieben an der Erreichbarkeit des jeweiligen Angebots per Handy kaum noch Wünsche offen.
Erreichbarkeit per Handy heißt natürlich noch lange nicht Zugänglichkeit für alle. Ein interessantes Entwicklungsziel für zahlreiche kommerzielle Anbieter bleibt es trotzdem - und jede Verbesserung der Usability kann auch die Zugänglichkeit für Anwender von Hilfsmitteln erhöhen.




