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Zur Person

Als gelernter Sprach- und Kulturwissenschaftler und praktizierender Journalist, der sich - unter anderem - auch mit "Computerthemen" beschäftigte, leistete ich mir meinen ersten eigenen Internetzugang im Jahr 1993. So besonders beeindruckend fand ich das WWW damals nicht gerade. Suchmaschinen gab es noch keine - Yahoo war erst im Entstehen. Die bekannten amerikanischen Wissenschaftsseiten waren dröge wie Brotkanten, das deutsche DeNic verwaltete gerade einmal 900 Adressen, und deren Angebote waren kaum der Rede wert.

Bild: Charlier im ProfilBei Compuserve, dessen Besitzer damals noch glaubten, "ihren" Teil der Netzwelt gegen das Internet abschotten zu können, erwarben Nicht-Techies wie ich dann das Knowhow und fanden die Adressen, die den Gang ins Internet als lohnendes Abenteuer erscheinen ließen. Im Rahmen meiner damaligen Mitarbeit an der Hausillustrierten "Report" der IBM - das Unternehmen wollte seine Belegschaft auf die Einführung des Internetzugangs an den Arbeitsplätzen vorbereiten - "entdeckte" ich im Jahr 1995 die gerade entstehende Netzliteratur. Es gelang, die Unternehmensleitung für den Fund zu interessieren, und so kam es zur Ausschreibung des Internet-Literatur-Wettbewerbs von IBM und Die Zeit, den ich in den folgenden Jahren betreute und der die Entstehung einer eigenständigen deutschen Netzkultur wesentlich beeinflußt hat.

Nun, das sind inzwischen alles Geschichten aus der grauen Vorzeit, vergessen und vorbei, aber mein Engagement für das Netz und seine Kommunikationskultur sind geblieben und stehen seitdem im Mittelpunkt meiner Arbeit: Herstellung von Kommunikation über das Internet. Mit dieser Zielsetzung unterstütze ich Unternehmen, Organisationen und Agenturen bei der redaktionellen und technischen Gestaltung von Netzkommunikation.

Besondere Bedeutung messe ich dabei den Webstandards zu - sie bilden die technische Grundlage dafür, der Webkommunikation die größtmögliche Reichweite zu verleihen. Die Gründung der Mailingliste "CSS-Design" war da ein geradezu zwangsläufiger Schritt, und daß die von KommKonzept betreute Seite der Polizei NRW 2003 erster Gewinner einer "Goldenen BIENE" für zugängliche Gestaltung wurde, war auch kein Zufall. Im folgenden Jahr gab es dann eine Folge-Biene, 2005 war ich Mitglied der Biene-Jury und konnte daher nicht am Wettbewerb teilnehmen. 2006 erreichte "meine" Seite der Versorgungsverwaltung NRW aber wieder die Shortlist des BIENE-Wettbewerbs. Im gleichen Jahr veröffentlichte ich mit A. Radtke bei Addison Wesley das Buch "Barrierefreies Webdesign – Attraktive Websites zugänglich gestalten".

Gegenwärtig befasse ich mich neben dem Tagesgeschäft verstärkt mit theoretischen und praktischen Problemen, die sich aus dem Zusammenhang von Accessibility und Usability sowie in den Bereichen von Prozessorganisation und Informationsarchitektur ergeben. Nachdem viele technische Fragen der Accessibility weitgehend gelöst sind, rücken die "weichen" Faktoren wieder stärker in den Vordergrund.

Um auch Leistungsbereiche abdecken zu können, die außerhalb meiner Kernkompetenz liegen, kooperiere ich mit Angie Radtke (ausdrucks|STARK) und Silvan Kindt (youngbrain:). Bereits seit 2001 arbeite ich in geeigneten Projekten mit dem Marketing-Spezialisten Oliver Baer (baerentatze) zusammen, um Kapazitäten und Kompetenzen in größerem Maßstab nutzen zu können.